Weißt du wieviel Sternlein stehen

An dem blauen Himmelszelt?

Weißt du wieviel Wolken gehen

Weithin über alle Welt?

Gott der Herr hat sie gezählet,

Daß ihm auch nicht eines fehlet

An der ganzen großen Zahl.

 

Weißt du wieviel Mücklein spielen

In der hellen Sonnenglut?

Wieviel Fischlein auch sich kühlen

In der hellen Wasserflut?

Gott, der Herr, rief sie mit Namen

Daß sie all′ ins Leben kamen

Daß sie nun so fröhlich sind.

 

Weißt du, wieviel Kinder frühe

Stehn aus ihrem Bettlein auf,

Daß sie ohne Sorg und Mühe

Fröhlich sind im Tageslauf?

Gott im Himmel hat an allen

Seine Lust, Sein Wohlgefallen,

Kennt auch dich und hat dich lieb.


Das Gedicht "Weißt du, wie viel Sternlein stehen" stammt von (* 1789-03-26, † 1854-05-19).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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