"Komm her einmal, du liebes Buch;

Sie sagen immer, du bist so klug.

Mein Vater und Mutter, die wollen gerne,

Daß ich was Gutes von dir lerne;

Drum will ich dich halten an mein Ohr;

Nun sag mir all′ deine Sachen vor.

 

Was ist denn das für ein Eigensinn,

Und siehst du nicht, daß ich eilig bin?

Möchte gern spielen und springen herum,

Und bleibst du immer so stumm und dumm?

Geh, garstiges Buch, du ärgerst mich,

Dort in die Ecke werf′ ich dich."


Das Gedicht "Kind und Buch" stammt von (* 1789-03-26, † 1854-05-19).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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