"Seht den Mann, o große Not!

Wie er mit dem Stocke droht

gestern schon und heute noch!

Aber niemals schlägt er doch.

Schneemann, bist ein armer Wicht,

hast den Stock und wehrst dich nicht."

 

Freilich ist′s ein gar armer Mann,

der nicht schlagen noch laufen kann.

Schleierweiß ist sein Gesicht.

Liebe Sonne, scheine nur nicht,

sonst wird er gar wie Butter weich

und zerfließt zu Wasser gleich.


Das Gedicht "Der Schneemann" stammt von   (1789 - 1854).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte