Was ist unser tuhn auff Erden?

An die Welt geboren werden:

Sprach- und ganglos in der wiegen

Sonder eigne hülffe liegen:

Kriechen / lauffen / stehen/ sizen /

Hungern/ dürsten / frieren / schwizen:

Eitle müh und arbeit tragen:

Sich mit vielen sorgen plagen:

Stets in todsgefahren schweben:

Und zu letst den geist aufgeben:

Wiedrum staub′ und asche werden /

Das ist unser thun auff Erden.


Das Gedicht "Die Weltreihen" stammt von   (1643 - 1697).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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