Ein alter Schulregent, der halb Latein versteht,
Eine ausgefreite Magd, die gleich zur Trauung geht,
Ein neuer Bauernschulz, ein Bettler, so besoffen,
Ob diesen vieren wird nichts Stölzer angetroffen.
Gedichte
Johann Grob
Ein alter Schulregent, der halb Latein versteht,
Eine ausgefreite Magd, die gleich zur Trauung geht,
Ein neuer Bauernschulz, ein Bettler, so besoffen,
Ob diesen vieren wird nichts Stölzer angetroffen.
Das Gedicht "Die vier hoffährtigsten Leute" stammt von Johann Grob (1643 - 1697).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.