Ins stille Land!

Wer leitet uns hinüber?

Schon wölkt sich uns der Abendhimmel trüber,

Und immer trümmervoller wird der Strand.

Wer leitet uns mit sanfter Hand

Hinüber, ach! hinüber

Ins stille Land?

 

Ins stille Land!

Zu euch, ihr freien Räume

Für die Veredlung! Zarte Morgenträume

Der schönen Seelen! künft′gen Daseins Pfand.

Wer treu des Lebens Kampf bestand,

Trägt seiner Hoffnung Keime

Ins stille Land.

 

Ach Land! ach Land!

Für alle Sturmbedrohten

Der mildeste von unsers Schicksals Boten

Winkt uns, die Fackel umgewandt,

Und leitet uns mit sanfter Hand

Ins Land der großen Toten,

Ins stille Land.


Das Gedicht "Lied " stammt von   (1762 - 1834).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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