Wenn du nicht froh kannst denken,

Obwohl nichts Hartes dich bedrückt,

Sollst du ein Blümchen verschenken

Aufs Geratewohl von dir gepflückt.

 

Irgendein staubiger, gelber, –

Sei′s Hahnenfuß – vom Wegesrand.

Und schenke das Blümchen dir selber

Aus linker Hand an die rechte Hand.

 

Und mache dir eine Verbeugung

Im Spiegel und sage: "Du,

Ich bin der Überzeugung,

Dir setzt man einzig schrecklich zu.

Wie wär′s, wenn du jetzt mal sachlich

Fleißig einfach arbeiten tätst?

Später prahle nicht und jetzt lach nicht,

Daß du nicht in Übermut gerätst."


Das Gedicht "Blues" stammt von   (1883 - 1934).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte