Wenn dich der Paul oder jemand, den du kennst,

Schwein schimpft, oder wenn du ihn Rindsvieh nennst,

Dann habt ihr euch beleidigt.

Dann müsst ihr afrikanisches Duell machen.

Ich bin der Schiedsrichter, der bei Ehrenwort euch vereidigt.

Niemand darf auch nur mit der Wimper lachen.

Jeder schweigt. Und ihr stellt euch dabei

Gegenüber. Mit sechs Handbreit Abstand. Und dann

Zähle ich langsam bis drei.

Darauf spuckt jeder dem anderen ins Gesicht

Möglichst so lange, bis der nicht mehr sehen kann.

Mich anspucken gilt aber nicht.

 

Wer zuerst sagt, er habe genug abgekriegt,

Der ist besiegt,

Und muss sich von mir eine runterhauen lassen

Ohne sich wehren oder mich anfassen.

Darauf dürft ihr euch nicht mehr hassen,

Sondern müsst euch bezähmen

Wie Männer von Ehre und Stand.

Jeder reicht dem andern die Hand.

Weil die Helden in Afrika sich wegen Spucke nicht schämen.


Das Gedicht "Afrikanisches Duell" stammt von   (1883 - 1934).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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