Kleines Ding, um uns zu quälen,

Hier in diese Brust gelegt,

Wüßte mancher was er trägt,

Würde wünschen, tätst ihm fehlen.

 

Deine Schläge, wie so selten,

Mischt sich Lust in sie hinein

Und wie sind sie schnell, mit Pein

Jede Lust ihm zu vergelten!

 

Dennoch, weder Lust noch Qualen

Wär′ weit schrecklicher als das.

Lieber schmelzt mein Herz zu Glas!

Meines Schicksals heiße Strahlen,

 

Lieben, hassen, streben, zittern,

Hoffen, zagen bis ins Mark.

Ach, das Leben wär′ ein Quark

Tätest du es nicht verbittern.


Das Gedicht "Unser Herz" stammt von   (1751 - 1792).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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