Sag mir, daß du dich im Föhnwind sehnst

Und daß du trauern würdest,

Wenn ich ginge.

Sag mir, daß diese Tage schön sind

Und daß du weinen wirst,

Wenn ich nicht singe.

 

Sag mir, daß du dem Leben gut bist.

Sag meiner Stimme,

Daß sie nie verwehe...

Und daß du heiter und voll frohen Mut bist,

Auch wenn ich lange Zeit

dich nicht mehr sehe.

 

Sag mir, daß ich ein töricht Kind bin,

Und streichle mich, wie eine junge Meise.

Sag mir, daß ich zu dir zurückfind,

Auch wenn die Nächte dunkel sind,

Durch die ich reise.


Das Gedicht "Abschied" stammt von   (1886 - 1927).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte