"Mauskätzchen; wo bleibst du?

Mauskätzchen, was treibst du?

In unserem Häuschen

Sind schrecklich viel Mäuschen:

Sie pfeifen und rappeln,

Sie trippeln und trappeln

In Kisten und Schränken,

Auf Tischen und Bänken;

Sie stehlen und naschen

Und will man sie haschen:

Wupp! sind sie fort!"

 

"Du rufst mich, da bin ich!

Sei still, nun beginn ich

Ein Tänzchen mit allen,

Das soll dir gefallen.

Erst sitz′ ich,

Dann schleich′ ich,

Dann nah′ ich,

Dann weich′ ich,

Dann leg′ ich mich nieder,

Dann heb′ ich mich wieder,

Dann schwing′ ich mein Schwänzchen

Und schnurre zum Tänzchen,

Wupp! sind sie da!

 

Sie tanzen im Kreise

Auf närrische Weise,

Hopp heißa! so munter

Hinauf und herunter.

Dann fass′ ich beim Ohr sie,

Dann werf′ ich empor sie;

Und fallen sie nieder,

Dann fang′ ich sie wieder.

Und will dann die Maus doch

Nun endlich ins Mausloch -

Wupp! beiß′ ich sie tot!"


Das Gedicht "Mauskätzchen" stammt von   (1798 - 1874).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Empfehlungen

Weitere gute Gedichte des Autors:



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte