Mel. Mit dem Pfeil und Bogen.

 

Freunde, geht ins Seebad!

Jedes Leid und Weh

Lindert und beschwichtigt,

Scheucht und heilt die See.

 

Jedem wird Genesung

In der See zu Theil;

Jedem Rang′ und Stande

Bringt das Seebad Heil.

 

Wer auf festem Lande

Nirgend Heilung fand,

Wird sie wahrlich finden

Dort in Helgoland. -

 

Vetter Michel höret

Dieses frohe Wort,

Macht sich auf und eilet

Nach der See sofort.

 

Und er badet täglich,

In des Weltmeers Fluth,

Denn er weiß, das Seebad

Machet Alles gut.

 

Und er nimmt der Bäder

Fünfzig an der Zahl,

Und er badet täglich,

Wie′s der Arzt befahl.

 

Wie er ist, so bleibt er -

Von Philisterei

Wird man auch im Weltmeer

Nun und nimmer frei.


Das Gedicht "Makintosh" stammt von   (1798 - 1874).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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