Franz, sag′ ich, laß das Kätzchen in Ruh!

Es wird dich kratzen.

Laß dich doch nicht warnen immerzu!

Falsch sind die Katzen.

 

Sie können schnurren und zärtlich sein,

Sich schmiegen und schmeicheln,

Sie tätzeln und ziehen die Krallen ein

Und lassen sich streicheln.

 

Doch ändern sich auch oft geschwind

Die freundlichsten Katzen,

Denn Katzen nun einmal Katzen sind

Und müssen kratzen.


Das Gedicht "Laß das Kätzchen in Ruh!" stammt von   (1798 - 1874).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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