Tief im Schatten kühler Bäume
Lag ich still im Waldesgrün,
Uns den Blättern sahn, wie Träume,
Blüten hell im Abendglühn.
Und die Zweige hingen nieder,
Liebeathmend, auf mein Haupt,
Und das Grün hielt mir die Glieder
Bis ins Herz hinein umlaubt.
Alles schwieg! — die Luft bewegte
Nicht ein Blatt, das Kühlung gab,
Und mir war es so, als legte
Mich der Tod ins stille Grab.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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