Das war ein lust′ges Feiern –

Ein Schwärmen bei Nacht und bei Tag!

Nun liegt′s auf mir so felsenhart –

Jach sind mir Freud und Lust erstarrt:

Nun liegt′s auf mir so bleiern

Nach all′ dem lust′gen Feiern –

Dem Schwärmen bei Nacht und bei Tag! . . .

 

Das war ein tolles Zechen –

Wir wurden′s schier nicht satt! . . .

Jach starb mir da der blüh′nde Scherz –

Nun liegt′s auf mir wie schweres Erz:

Als wollte das Hirn mir zerbrechen

Nach all dem lust′gen Zechen, –

Dem Schwärmen bei Nacht und bei Tag!

 

Das war ein keck Erfassen

Des Lebens in jauchzender Lust! . . .

Nun liegt′s mir vor Augen so tot und so fahl –

Nun liegt mir die Welt so namenlos schaal: –

Als sollte ich sie nun hassen:

So ward mir nach all′ dem Erfassen

Des Lebens in jauchzender Lust! . . .


Das Gedicht "Das war ein lust’ges Feiern" stammt von   (1862 - 1890).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte