Original

Die dâ wellen hœren mînen sanc,
ich wil, daz si mîr sin wizzen danc
stæteclîche und sunder wanc.
die ie geminneten oder noch minnen,
die sint vrô in manigen sinnen,
des die tumben niene beginnen,
wan si diu minne noch nie betwanc
noch ir herze ruochte enbinden.

Übersetzung auf Hochdeutsch

Die da wollen hören meinen Gesang,
ich will, dass sie mich wissen lassen ihren Dank
beständig und ohne Schwanken.
Die je geliebt haben oder noch lieben,
die sind froh in mancherlei Sinnen,
den die Toren keineswegs verstehen,
denn sie die Liebe noch nie bezwang
noch ihr Herz zu lösen geruhte.


Das Gedicht "Die dâ wellen hœren mînen sanc" stammt von   (1149 - 1194).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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