Zottelbär und Panthertier

Hat der Pfeil bezwungen;

Nur für Geld, im Drahtspalier,

Zeigt man noch die Jungen.

 

Auf den Wolf, soviel ich weiß,

Ist ein Preis gesetzet;

Wo er immer hungerheiß

Naht, wird er gehetzet.

 

Reinecke, der Fuchs, der sitzt

Lichtscheu in der Erden,

Und verzehrt, was er stipitzt,

Ohne fett zu werden.

 

Aar und Geier nisten nur

Auf der Felsen Rücken,

Wo kein Sterblicher die Spur

In den Sand mag drücken.

 

Schlangen sieht man gar nicht mehr,

Ottern und dergleichen,

Und der Drachen Greuelheer,

Mit geschwollnen Bäuchen.

 

Nur der Franzmann zeigt sich noch

In dem deutschen Reiche

Brüder, nehmt die Keule doch,

Daß er gleichfalls weiche.

 

Dresden, im März 1809


Das Gedicht "Kriegslied der Deutschen" stammt von   (1777 - 1811).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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