O Herr, du trittst, der Welt ein Retter,

Dem Mordgeist in die Bahn;

Und wie der Sohn der duftgen Erde

Nur sank, damit er stärker werde,

Fällst du von neu′m ihn an!

 

Das kommt aus keines Menschen Busen,

Auch aus dem deinen nicht;

Das hat dem ewgen Licht entsprossen,

Ein Gott dir in die Brust gegossen,

Den unsre Not besticht.

 

O sei getrost; in Klüften irgend,

Wächst dir ein Marmelstein;

Und müßtest du im Kampf auch enden,

So wirds ein anderer vollenden,

Und dein der Lorbeer sein!

 

Dresden, den 9. April 1809


Das Gedicht "An Franz den Ersten, Kaiser von Österreich" stammt von   (1777 - 1811).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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