Modersprak, wo schön du büst -
Keiner hett das ahnt und wüsst
Bet Klaus Groth - dei fünn′ den Ton -
Geew′ em Gott den richt′gen Lohn!
Ja, nun löppt dei niege Born
Un is ümmer gröter word′n,
As en Strom geht hei sin′n Gang
Mit veel Grabenwater mang.
Un so klor füng hei doch an:
An den Quickborn willn wi gahn,
Wo hei ut dei Heid′ upspringt
Und sin′ säuten Leire singt:
As dei Lewark äwer′t Kurn,
As dei Iritsch in den Durn,
As dei Baukfink in dat Grön,
As dei Nachtigal so schön!
Und wo speigelt hei dei Welt,
Wisch un Gorden, Holt un Feld.
Hus un Hof un Heid′ un Muur,
Grad so schön as in Natur!
Ja, wi seggen schönen Dank,
Fleiten soll dei Born noch lang!
Uns′ Klaus Groth sall lang′ noch leb′n
Un uns niege Leire geb′n.
Das Gedicht "Zu Klaus Groths 70. Geburtstag" stammt von Heinrich Seidel (1842 - 1906).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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