So zierlich wie Keine

Kann Trudchen alleine

Sich wenden und drehn, -

Hübsch ist es zu sehn!

 

Im schwingenden Seile

Da hüpft sie mit Eile,

Mit eins, zwei und drei,

Springt niemals vorbei.

 

Sie tanzt so manierlich,

Behende und zierlich,

Und läuft so geschwind

Einher wie der Wind.

 

Fast scheint sie zu fliegen,

Kann Keiner sie kriegen!

Fast hat man sie schon, -

Husch! ist sie davon.

 

Ja tanzen und springen,

Das will ihr gelingen,

Ach, wenn nur so schwer

Das Sitzen nicht wär!

 

Sie hat solche kleine

Quecksilberne Beine,

Die halten nicht still,

Selbst wenn sie es will.


Das Gedicht "Quecksilber" stammt von   (1842 - 1906).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Empfehlungen

Weitere gute Gedichte des Autors:



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte