So zierlich wie Keine
Kann Trudchen alleine
Sich wenden und drehn, -
Hübsch ist es zu sehn!
Im schwingenden Seile
Da hüpft sie mit Eile,
Mit eins, zwei und drei,
Springt niemals vorbei.
Sie tanzt so manierlich,
Behende und zierlich,
Und läuft so geschwind
Einher wie der Wind.
Fast scheint sie zu fliegen,
Kann Keiner sie kriegen!
Fast hat man sie schon, -
Husch! ist sie davon.
Ja tanzen und springen,
Das will ihr gelingen,
Ach, wenn nur so schwer
Das Sitzen nicht wär!
Sie hat solche kleine
Quecksilberne Beine,
Die halten nicht still,
Selbst wenn sie es will.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Empfehlungen
Weitere gute Gedichte des Autors:
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
Zur Startseite:
Gedichte