Wenn im März die erste Lerche singt -

O wie hold verheissungsvoll das klingt!

 

Horch! die Nachtigall im Rosenhag -

O wie golden bist du Frühlingstag!

 

Der Pirol ruft aus dem Kirschenbaum -

Sommer ist′s und war doch Frühling kaum.

 

Ach wie bald weht Herbstresedaduft,

Und der Kranich ruft aus hoher Luft.

 

Nur ein Weilchen noch, dann starrt der See,

Und die Krähen krächzen über′m Schnee!

 

O wie hold verheissungsvoll das klingt,

Wenn im März die erste Lerche singt!

 


Das Gedicht "Kreislauf" stammt von   (1842 - 1906).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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