Kleiner goldner Schmetterling,
Ach, du kamst so früh heraus,
Und nun irrst du armes Ding
In die leere Welt hinaus.

Keine Blume kam hervor,
Und kein Glöckchen lässt sich sehn −
Schmetterling, du armer Tor,
Du musst untergehn.

Und ich schaute unverwandt,
Wie er schwankte, suchend irr,
Bis sein goldner Schimmer schwand
In dem öden Zweiggewirr.


Das Gedicht "Der frühe Schmetterling" stammt von   (1842 - 1906).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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