Auf den Flügeln des Gesanges,

Herzliebchen, trag′ ich dich fort,

Fort nach den Fluren des Ganges,

Dort weiß ich den schönsten Ort.

 

Dort liegt ein rotblühender Garten

Im stillen Mondenschein;

Die Lotosblumen erwarten

Ihr trautes Schwesterlein.

 

Die Veilchen kichern und kosen

Und schaun nach den Sternen empor;

Heimlich erzählen die Rosen

Sich duftende Märchen ins Ohr.

 

Es hüpfen herbei und lauschen

Die frommen und klugen Gazellen;

Und in der Ferne rauschen

Des heiligen Stromes Wellen.

 

Dort wollen wir niedersinken

Unter den Palmenbaum,

Und Lieb′ und Ruhe trinken

Und träumen den seligen Traum.


Das Gedicht "Auf den Flügeln des Gesanges..." stammt von (* 1797-12-13, † 1856-02-17).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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