Trinkt und füllt ohn Unterlaß

Den Pokal, den Rosen kränzen,

Bis wir gleich dem Wein im Glas,

Gleich des Kranzes Rosen glänzen!

So verachten wollen wir

Alles Gold in Schicht und Schachten,

Wollen auch der Ruhmbegier,

Auch der Liebe selbst nicht achten.

 

Heut ist unser! Laßt das heut,

Freund', uns so behäglich halten,

Das es schier ihm selber reut,

Sich in morgen umzustalten!

Heute lacht uns noch die Welt,

Heut ist alles wohl geborgen;

Guten Göttern heimgestellt

Bleibe bis er kommt der Morgen!


Das Gedicht "Trinklied [2]" stammt von   (1744 - 1806).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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