Einst reist ich durch ein Städtchen fein.

Ein schöner Morgen. Die Uhr schlug neun.

Das Städtchen fein wolt ich besehn,

Hub an Straß auf Straß ab zu gehn.

Arbeitsam lärmt der ganze Ort,

Es hämmert hier, es klopfet dort,

Der trägt das her, der schleppt das hin:

Wie wohl ward mir dabei zu Sinn!

 

Auf grünem Kirchhof blieb ich stehn

Und sah ein Haus fast groß und schön,

Doch Thür und Fensterladen zu

Und alles still in todter Ruh.

Ich ruf ein Mädel zu mir hin:

»Solch schönes Haus und niemand drin?«

Ja wohl! was rechts, beim Element!

»Wer wohnt denn da?« - Der Supperindent.


Das Gedicht "Standesmäßig" stammt von   (1744 - 1806).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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