Warum reizt dieser Hain, warum die schöne Wiese,

Die er bekränzt, uns halb nur? fragen wir.

Nicht viel entbehrt zu einem Paradiese

Dies Lustgebüsch - doch Molly fehlet hier.

 

Der Freude Götterchen, die sie gedrängt umschließen,

Belauscht ich jüngst an diesem Ort.

Von ihr allein, hieß es, gilt jenes alte Wort:

Sie sehen oder sie vermissen!

 

Entwickelt war in unsrem Kreise

Des Geistes Anmut, dämmert wo und tagt

Ein Stral des Lichtes, strebt und ragt

Bald hier bald da des Ausdrucks Ton und Weise,

Dann spricht der lobende ganz leise:

Viel feiner, treffender und weniger gewagt

Hätt unsre Molly das gesagt.

 

Der Scherz, die Musen im Geleite

Der Huldgöttinnen stehn ihr immerdar zur Hand.

Sie leiht dem Spotte selbst ein attisches Gewand,

Und liebenswürdiger wird Tiefsinn und Verstand,

Erscheinen sie an ihrer Seite.


Das Gedicht "Molly fehlt" stammt von   (1744 - 1806).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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