Wohl keine Frau ist ihrem Manne

Was du dem deinen, gute Hanne!

Ein Hannchen, eine Hanne macht

In dir ihn glücklich Tag und Nacht.

Will Liebe zu der Hanne stocken,

Das Hannchen weiß ihn schon zu locken

Durch Scherz und Tändelei und Spiel.

Und wird des kosens ihm zu viel,

Die Hanne bringt des Ernstes Würze

Daß sie die Zeit ihm lehrreich kürze.

Was aber, falls ich rathen kann,

Dein hochbeglückter Ehemann

Sehr gern ein wenig anders hätte,

Ist, daß so wohlgemut und frisch

Sein Hannchen ihm nur sitzt am Tisch

Und Hanne mit ihm geht zu Bette.


Das Gedicht "Hanne und Hannchen" stammt von   (1744 - 1806).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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