Im Gelispel athmet Flöten!

Leis entschlummert sinkt das Haupt

Meiner Freundin, das zu röthen

Sich ein süßer Traum erlaubt,

Und von Maienkühl' umfächelt

Liebe hauchet, Liebe lächelt.

 

Blumen sind dem prallen Moose,

Das sie wieget, eingestickt;

Ueber ihr hängt eine Rose,

Die verschämt am Stocke nickt;

Und den Balsam rings ergießen

Lüfte, die sie sanft umschließen.

 

Ihr gelagert gegenüber

Wagt mein Odem keinen Zug.

Kalt und glühend als im Fieber

Hemm ich meines Seufzers Flug.

Wenn der Traum, der sie umschwebet,

Nur kein fremdes Bild belebet!


Das Gedicht "Die Schlummernde" stammt von   (1744 - 1806).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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