Wir waren noch in jenen frohen Tagen
Wo man von keiner Pflicht,
Von keiner Liebe spricht.
Man hat sich immer was zu sagen
Und sieht man sich, so wünscht man weiter nicht.
Ein Blumenstrauß der ersten Flur entrißen,
Den meine kleine Hand
Für Chloens Busen band,
Ward ach! belohnt mit welchen Küssen!
Und ich ward dann ihr Schäferchen genannt.
Jetzt sieht sie mich von Stutzern rings umgeben
Mit heimlichem Verdruß,
Vergißet Kranz und Kuss;
Doch ich vergeß in meinem Leben
Die Küße nicht, die ich entbehren muß.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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