Eine holde kenn' ich, Eine
(Weiter auf der ganzen Welt
Giebt es solcher Frauen keine!)
Die gefangen nimmt und hält
Was vor Augen ihr sich stellt.
Glänztest du in Silberhaaren,
Gaukeltest in Knabenjahren,
Wärst ein Weiser oder Held,
Lebt in dir auch eine Welt:
Wenn du einen Blick empfingest,
Wie nur sie ihn blicken kann,
Einmal ihr zur Seite gingest,
Hörtest was ihr Geist ersann,
In die Kenntnis einmal drängest,
Die sie spielend sich gewann,
Und zu Höhen, die ein Mann
Kaum erforscht, mit ihr dich schwängest,
O mit Mund und Herzen dann
Sprächest du: Ich bet dich an!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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