Gewähre mir Bacchus

Preiswürdig und hehr

Des Weines nicht Tonnen,

Ein völliges Meer!

Im Weinozeane

Bemannen ein Schiff

Mir Brüder, wie Lust hier

Zusammen sie rief.

 

Gewinnet an Klippen

Das Schiff auch den Leck,

Nie ruft uns zur Arbeit

Die Pump aufs Verdeck.

Wir schwimmen, wir sinken,

Es bleibet dabei

Daß nicht Element nur

Das Waßer uns sei.

 

Und droht auch Verderben,

So hat es nicht Noth:

Wir finden im Weine

Den trunkenen Tod.

Es treibe die Woge,

Wohin ihrs gefällt,

Lebendig den Leichnam

Und todt um die Welt!


Das Gedicht "Des Seemanns Zechlied" stammt von   (1744 - 1806).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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