Die Zier der Universität,
Ob an der Sal', ob an der Leine?
Trat aus der Weisheit Lorbeerhaine
Vor eine weise Fakultät,
Daß sie sein Geld gehörig wäge
Und zum Magister dann ihn präge.
Geprüft nun in Philosophie,
Humanität, Statistik, Ethik,
Heraldik, Kunstgeschicht', Aesthetik,
Und Algebra und Alchymie
Und Wißenschaften aller Klassen,
Ward er mit großem Ruhm entlaßen;
Als mit der Frag ein Schalk ihm naht:
»Sag uns, der alles weiß und kennet,
Woran wird attisch Salz erkennet?«
Mit Lächeln drauf der Kanditat:
»Ach dessen fiel mir in die Feder
Kein Wort von keinerlei Katheder.«
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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