Von erhabnen Marmorstufen

Seiner Tempelhalle läßt

Amor Cythereens Fest

Aus in alle Winde rufen.

 

Musen, Chariten, Najaden,

Was von göttlicher Natur

In Olymp und Meer und Flur

Lebet, wird dazu geladen.

 

Selbst was Himmlischen entsproßen,

Mit den Göttern sonst nicht zecht,

Wird gepriesen, - das Geschlecht

Nur der Menschen ausgeschloßen.

 

Neugier lockt auch Chloen. Friedlich

Läßt sie Amor selber ein.

»Von der Sippschaft muß sie sein,«

Spricht er, »sie ist gar zu niedlich.«


Das Gedicht "Cythereens Fest" stammt von   (1744 - 1806).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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