Das Zimmer hat nur spärliches Gerät.
Im Herde glimmert ein verkohltes Scheit.
Gleichgiltige Lippen murmeln ein Gebet.
Es stirbt ein Mann. Vom Turme schlägt die Zeit.
Er hat nicht Weib, nicht Kind. Kein Schluchzen tönt.
Er hat geschafft, gelitten und gestrebt.
Für wen? Die Stunde löscht es aus. Er stöhnt.
Ein Schatten weht. Umsonst, umsonst gelebt!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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