Wir machen unsre minimalen Korrekturen

zufrieden mit solch beiläufigem Trost

wie ihn der Wind uns spendet

in abgenutzte und zu weite Taschen.

 

Noch können wir sie lieben, diese Welt, da wir

ein halbverhungert Kätzchen von der Straßen fischen, ihm

Zuflucht geben vor der Wut der Straße

ihm warme abgewetzte Ärmelschoner schenken.

 

Wir werden weichen, bis zum letzten Grinsen

sie verhöhnen die Verdammung jenes unausweichlichen Daumens,

der langsam seinen runzeligen Zeigefinger auf uns drückt,

begegnen seinem scheelen Schielen mit solch Unschuld

und so überrascht.

 

Und doch sind diese Einbrüche noch keine Lügen

nicht mehr als Pirouetten eines biegsam weichen Stocks;

unsre Totenfeier ist in vieler Hinsicht uns kein Abenteuer.

Wir können dir entfliehen, allem gar nur nicht dem Herzen:

Wer will uns da verdammen, wenn das Herz uns weiterschlägt.

 

Das Spiel erfordert Grinsen; doch wir sahen

den Mond in menschenleeren Gassen aus

Ascheneimern einen Gral des Lachens schaffen,

und durch Geräusche noch von Frohsinn und Ersehnen

hörten wir ein Kätzchen in der Wildnis.


Das Gedicht "Chaplinesque" stammt von   (1899 - 1932).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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