Hab′ ihr oft genug gestanden:

wie dahin ist meine Ruh′,

wie ich ganz in ihren Banden,

Marionetta lacht dazu!

 

Hab′ sie oft genug gebeten:

einmal was ich bitte thu′!

Gieb den Kuß mir den erflehten!

Marionetta lacht dazu!

 

Hab′ gelegen auf den Knieen:

sterben werd′ ich, Spröde du,

willst du mich so grausam fliehen?!

Marionetta lacht dazu.

 

Endlich dauerts mir zu lange,

habe sie umfaßt im Nu,

küsse sie auf Mund und Wange!

Marionetta lacht dazu!


Das Gedicht "Marionetta" stammt von   (1854 - 1923).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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