Die Tochter

 

Mutter, hilf mir armen Tochter,

Sieh′ nur, was ein Knabe tat:

Einen Kranz von Rosen flocht er,

Den er mich zu tragen bat!

 

Die Mutter

 

Ei, sei deshalb unerschrocken,

Helfen läßt sich dir gewiß!

Nimm den Kranz nur aus den Locken,

Und den Knaben, den vergiß!

 

Die Tochter

 

Dornen hat der Kranz, o Mutter,

Und die halten fest das Haar!

Worte sprach der Knabe, Mutter,

an die denk′ ich immerdar!


Das Gedicht "Der Kranz" stammt von   (1854 - 1923).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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