Liebster Schatz, i bitt di schön:
Wann wir uns nit werden seh′n,
In deinem Herzen das Körnlein heg,′
Körnlein Liebe heg′ ind pfleg′!
Und wenn i dann mal wieder kumm,
Liebster Schatz, i bitt di drum:
Dann ist′s ein großer Baum, nit wahr?
Der uns schattet immerdar!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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