Zur Erziehung der jungen Mädchen
Kind, wie bist Du ungeschickt!
Muß man alles dir noch zeigen?
Wenn dich nicht der Teufel spickt,
Wirst du immer Trübsal geigen!
Glaubst du, daß er dich betrügt,
Weil die Welt so schwarz ihn malte?
Jede die sich ihm gefügt,
Rühmt wie vornehm er bezahlte!
Hebe dein Pilasterbein,
Tritt den Grabstein der Gesetzte -
Doch in Höschen hüll′ es ein,
Daß die Hölle ganz Dich schätze!
Schöner lockt der Rosenstrauß
In durchbrochenen Manschetten,
Und das gleiche zeichnet aus
Allerzarteste Kotletten!
Glaube, so wie ich gesinnt,
Sind die besten Erdengeister -
Und nun gute Nacht mein Kind,
Mache Freude deinem Meister!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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