Wenn schon lang im Abendstrahl

Rot verglomm der Berge Glühen,

Hellt die Gipfel noch einmal

Lilienbleich ein weißes Blühen.

 

Sinkend hat das Lebenslicht

Seine Farben schon verloren,

Und sein letztes Grüßen bricht

Rein und kühl aus Todestoren.

 

In der Nachtflut dunklem Weh

Fels und Matten schwer verschwimmen -

Nur der lauter-ewige Schnee

Darf in diesem Licht noch glimmen.


Das Gedicht "Letztes Leuchten" stammt von   (1866 - 1928).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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