Ihr dürft nicht wissen,
So heiß ihr giert,
Weil erdentrissen
Ihr nur verliert;
Ihr sollt nicht gaffen
Und fragen: warum?
Vertrauend schaffen
Ist Menschentum!
Ihr wärt als Weise
Doch Narren bloß,
Halb Kinder, halb Greise,
Und heimatlos.
Nur dieses Leben
Im engen Kreis
Ist euch gegeben
Zu Kampf und Preis!
Verachtet nimmer
Das nahe Ziel,
Weil Märchenschimmer
Euch wohlgefiel -
Was leicht zu träumen,
Ist schwer getan:
Statt grübelnd zu säumen,
Greift wacker mit an!
Und konntet ihr meistern
Dies Erdengewühl,
Wird euch begeistern
Ein Ferngefühl:
Gefühl von Welten
Gar hoch und hehr,
Die dann euch nicht gelten
Als Märchen mehr.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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