In Bogensprüngen tanzt der Regen

Herab am steilen Kirchendach,

Und unter ihren leisen Schlägen

Wird ein verlornes Klingen wach:

 

Als sängen alle, die entschliefen,

Die einst sich mühten hier im Tal,

Versammelt in der Kirche Tiefen

Andächtig wieder den Choral!

 

Und schwerer fällt das Regenschauern,

Und deutlicher ertönt der Chor -

Und dichter hüllt die grauen Mauern

Des trüben Tages Trauerflor.


Das Gedicht "Dorfkirche im Regen" stammt von   (1866 - 1928).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Empfehlungen

Weitere gute Gedichte des Autors:



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte