In Bogensprüngen tanzt der Regen
Herab am steilen Kirchendach,
Und unter ihren leisen Schlägen
Wird ein verlornes Klingen wach:
Als sängen alle, die entschliefen,
Die einst sich mühten hier im Tal,
Versammelt in der Kirche Tiefen
Andächtig wieder den Choral!
Und schwerer fällt das Regenschauern,
Und deutlicher ertönt der Chor -
Und dichter hüllt die grauen Mauern
Des trüben Tages Trauerflor.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Empfehlungen
Weitere gute Gedichte des Autors:
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
Zur Startseite:
Gedichte