Ich harr' als tote Fläche,
Hoff' alles nur von dir:
Und willst du, daß ich spreche,
Frau Sonne, sprich zu mir!
Du sprichst mit hellem Strahlen,
Herflammend übers Land -
Ich kann es trüb nur malen
Als Schatten an die Wand.
Doch mögen Menschen sehen
An meiner dunklen Spur,
Wie Götterschritte gehen
Über der Erdenflur.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
Zur Startseite:
Gedichte