(Zu einer Zeichnung von A. Weißgerber)
Große hohle Larven,
Grinsend oder greinend,
Sind so viele Helden
Heutzutag′:
Wer das ausgefunden,
Fragt sich sehr befremdet,
Was wohl hinter ihnen
Stecken mag?
Und in stillen Nächten,
Da gelingt es manchmal,
Zu belauschen diesen
Larvenchor -
Hinter jeder starren
Fratze schlüpft lebendig
Ein gar klein und feines
Weibchen vor!
Dieser Teufelstöchter
Scharfe weiße Zähnchen
Höhlten aus von innen
All die Pracht:
Bis nichts mehr geblieben
Von dem großen Helden
Als ein Butz, der trüb schaut
Oder lacht.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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