Immer, wenn Tirol mich zog ans Herz,
Trieb es mich, in euern Kreis zu treten
Und auf meine Art bei euch zu beten,
Alte, stumme Wunderschar von Erz!
Euch entsank die rote Fackelpracht,
Die im Trauerpomp ihr einst gehalten;
Doch ich seh', ihr sinnenden Gestalten,
Silberlicht in eurer Hand entfacht -
Licht der Kunst, die bis in fremde Zeit
Kraft euch gab, in eurer Form zu dauern:
Wenn Jahrhunderte vorüberschauern,
Eine Wacht zu sein der Ewigkeit.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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