Lehre mich, o Damon, singen,

Singen, wie du trunken singst.

Laß auch mich dir Lieder bringen,

Wie du mir begeistert bringst.

Wie du mich willst ewig singen,

Möcht′ auch ich dich ewig singen.

 

Durch des Weines Feuerkräfte,

Nur durch sie singst du so schön.

Aber diese Göttersäfte

Darf ich schmachtend nur besehn.

Dir riet Venus Wein zu trinken,

Mir riet sie, ihn nicht zu trinken.

 

Was wird nun mein Lied beleben,

Kann es dieser Trank nicht sein? –

Wie? Du willst mir Küsse geben?

Küsse, feuriger, als Wein? –

Damon, ach! nach deinen Küssen

Werd′ ich wohl verstummen müssen.

 


Das Gedicht "Phyllis an Damon" stammt von   (1729 - 1781).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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