Es war ein heitres goldnes Jahr,

Nun rauscht das Laub im Sande,

Und als es noch im Knospen war,

Da ging sie noch im Lande.

 

Besehen hat sie Berg und Tal

Und unsrer Ströme Wallen;

Es hat im jungen Sonnenstrahl

Ihr alles wohlgefallen.

 

Ich weiss in meinem Vaterland

Noch manchen Berg, o Liebe,

Noch manches Tal, das Hand in Hand

Uns zu durchwandern bliebe.

 

Noch manches schöne Tal kenn ich

Voll dunkelgrüner Eichen; -

O fernes Herz, besinne dich

Und gib ein leises Zeichen!

 

Da eilte sie voll Freundlichkeit,

Die Heimat zu erlangen -

Doch irrend ist sie allzuweit

Und aus der Welt gegangen.


Das Gedicht "Die Entschwundene" stammt von   (1819 - 1890).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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