Als Knabe zu den Musen
Kam ich und wollt' in ihre Lehre gehen.
Und ihrer Eine nahm mich bei der Hand
Und blieb mir zum Geleite
Den ganzen Tag zur Seite,
Die Werkstatt zu besehen
Sammt allen Kunstgeräthen,
Die nötig den Poeten.
Sie zeigte mir von allen
Den Nutzen und Gebrauch,
Zu Vers und Prosa auch
Zu dienen nach Gefallen.
Ich aber schaut' und fragte:
Muse, wo ist die Feile? – und sie sagte:
Die ist verbraucht; man tut's nun ohne sie.
Und ich: Doch sorgt ihr nicht,
Daß, wenn sie stumpf ward, ihr sie rasch erneut?
Und sie: Wir sollten wohl; doch fehlt die Zeit.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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