Magst nun für immer ruhn,

mein müdes Herz. Dahin die äußerste Täuschung,

Dass ich mich ewig wähnte. Dahin. Erloschen sind,

Ich fühl es, die Hoffnung und das Verlangen

Nach milden Täuschungen.

Ruh′ nun für immer. Du hast genug

Geschlagen. Umsonst dein

Aufruhr, die Welt ist deine Seufzer

Nicht wert. Bitter und schal ist

Das Leben, nichts niemals sonst; und Schlamm die ganze Welt.

Beruhige dich nun. Verzweifle

Ein letztes Mal. Einzig das Sterben

Ist unserem Geschlecht gegeben. Verachte also

Dich, die Natur, die böse

Macht, die im Verborgenen über gemeines Unglück herrscht,

Und die unendliche Eitelkeit aller Dinge.


Das Gedicht "An sich selbst" stammt von   (1798 - 1837).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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