... denke so - daß du mit vielen Leuten

Durch die Straßen gehst -

Vor diesem Laden da stehst -

Unter vielen, fremden Leuten -

 

Daß du im Alltagseinerlei

In Menschenrudeln

Durch die Straßenstrudel

Dahingetrieben - -

Immer an mir vorbei - -

 

... denke so - daß zu viele Menschen

Durch die Straßen gehn -

Daß die Straßen alle auseinander zweigen -

Daß

Wir uns nie im Abendschweigen

In Einer Gasse wiedersehn.


Das Gedicht "Zu viele Menschen, zu viele Straßen" stammt von   (1890 - 1918).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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